Jüdisches Leben in Pankow
Vom Anbeginn zum Neubeginn
Ausstellung
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Neuansiedlung jüdischer Emigranten
Mit dem Vorsatz, beim Aufbau eines antifaschistisch-demokratischen Deutschlands mitzuwirken, kehrten nach Kriegsende ehemalige deutsche Emigranten in ihre Heimat zurück. In Pankow siedelten sich neben anderen viele Schriftsteller, Künstler und Wissenschaftler an, die nach 1933 wegen ihrer jüdischen Herkunft aller Arbeits- und Wirkungsmöglichkeiten beraubt waren und Deutschland verlassen hatten. In mehreren europäischen Exilländern hatten sich einige von ihnen am Widerstand gegen den deutschen und spanischen Faschismus wie auch an antinazistischen Bewegungen deutscher Emigranten beteiligt.
Arnold und Beatrice Zweig in Haifa, Palästina, 1947
Stephan Hermlin (1915 - 1997), Schriftsteller
Bruno Kaiser (1911 - 1982), Literaturwissenschaftler
Prof. Dr. Ingeborg Rapoport (1912), Ärztin, mit ihrem Ehemann Prof. Dr. Samuel Mitja Rapoport (1912), Biochemiker und Vorsitzender der Leibnitz-Sozietät
Prof. Dr. Rosa Coutell (1907), geborene Berger, Ausweis als Ärztin im Sanitätsdienst der Internationalen Brigaden im Spanischen Bürgerkrieg 1937 bis 1939
Innenseiten
Prof. Dr. Alfred Katzenstein (1915), Psychologe und Dr. Ursula Katzenstein (1916), Arbeitstherapeutin im Sommer 1946, USA
Pankower Spanienkämpfer als Zeitzeugen bei einer Veranstaltung im Oktober 1996 im Kulturtreff "Solitaire" (v. l. Max Kahane, Fred Müller, Alfred Katzenstein)
Hanns Eisler (1898 - 1962), Komponist, vom "Ausschuss für Unamerikanische Aktivitäten" als "Karl Marx der Musik" aus den USA ausgewiesen (l.), hier mit seiner Frau Louise, wird von seinem Bruder Gerhart und der Schwägerin Hilde Eisler auf dem Flugplatz von New York verabschiedet, März 1948.
Titelseite zu "Der Marsch ins Dritte Reich" auf Notenpapier, Hanns Eisler
Inge Wall Lade (1918 - 1996), Sängerin, begründete 1964 die Tradition der Pankower Rathaus-Konzerte, die sie bis 1991 ausgestaltete.
Programm vom 17. Dezember 1965
Gerda Kohlmey (1912) vertonte die Lieder für ihre politische Laienspielgruppe in der Prager Emigration.
Lied Emigranten-Choral
Ingeborg Hunzinger (1915), Bildhauerin, bei der Arbeit
Prof. Kurt Sanderling (1912), Dirigent, langjähriger Chefdirigent und heute Ehrendirigent des Berliner Sinfonie-Orchesters, hier bei einer Probe im Schauspielhaus, 1986
Horst Brie (1923), Diplomat
Prof. Dr. Dr. hc. Wilhelm Hauser (1883 - 1983), Mathematiker, und Sohn Harald Hauser (1912 - 1994), Schriftsteller, in Freiburg, 1978
Marianne Wilczynski (1921), Journalistin, als Lokalredakteurin der "BZ am Abend" bei einer Umfrage auf dem Alexanderplatz, um 1985. In der Zeitung hat sie zwischen 1979 und 1990 für die Artikelserie "Berlin - Geschichte und Geschichten" viele Beiträge zu zeit- und lokalgeschichtlichen Begebenheiten geschrieben.
Ankündigung des Buches "Auf einmal sollst du ein Fremder sein" von Klaus Wilczynski
Gerda Hartmann (1908) als ehemalige Bremer Landessekretärin der VVN auf einer internationalen Friedenskundgebung in Dresden, 1949
Lissi Pressl (1917), hier bei der öffentlichen Bekanntgabe der Einrichtung einer Beratungsstelle für beruftätige Mütter im Rathaus Pankow, 1951
Ursula Hoffmann (1921), Sprachmittlerin, wagte die Rückkehr aus englischer Emigration mit ihrer vierjährigen Tochter Ruth und dem Ehemann Ernst in das zerstörte Nachkriegsdeutschland von 1946.
Bestätigung des Bezirksamtes Pankow als Mitglied der Baukommission.
Zur Mahnung und in Erinnerung an den antijüdischen Pogrom vom 9. November 1938
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