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Jüdisches Leben in Pankow

Vom Anbeginn zum Neubeginn

Ausstellung

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Frühe Spuren

Erst nach der Verkündung staatsbürgerlicher Rechte für die Juden in Preußen durch das Emanzipationsedikt von 1812 wurde es jüdischen Bürgern möglich, sich in Städten und auf dem Lande - so auch im damaligen Dorf Pankow - nach ihrem Belieben niederzulassen. Frühe Spuren jüdischen Lebens in Pankow können heute nur noch in Akten preußischer Behörden gefunden werden.

Daniel Itzig, Oberältester der Jüdischen Gemeinde zu Berlin und preußischer Hofbankier, übernahm 1763 von der stark verschuldeten Hofrätin Müller den Pankower Gutshof mit dem "Amtshaus" (Berliner - / Ecke Breite Straße) und tilgte dafür ihre Schulden. Ein Jahr später verkaufte er das Anwesen weiter.
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Gesuch an den König
Daniel Itzig, Pastellzeichnung von Josef Friedrich d´Arbes, 1787
(Märkisches Museum)
"Emanzipationsedikt" 1812, daraus:
§ 7. Die für Einländer zu achtende Juden hingegen sollen ... gleiche bürgerliche Rechte und Freiheiten mit den Christen genießen.
§ 10. Es steht ihnen frei, in Städten sowohl als auf dem platten Lande sich niederzulassen.
§ 11. Sie können Grundstücke jeder Art, gleich den christlichen Einwohnern, erwerben, auch alle erlaubten Gewerbe mit Beobachtung der allgemeinen gesetzlichen Vorschriften treiben.
§ 12. Zu der aus dem Staatsbürgerrechte fließenden Gewerbefreiheit, gehöret auch der Handel ...
In dieser Akte von 1774 - 1779 werden die zwei jüdischen Händler David Wolff und Zadach Baruch angeklagt, "in dem Dorf Pankow auf öffentlicher Straße oder sonst gefährlicher Oerter Toback zu rauchen."
Akte "Judenschulen" der Superindentur Berlin (1827 - 1864)
Akte "Judenschulen" der Superindentur Berlin (1827 - 1864)
Statistische Angaben über jüdische Einwohner in Ortsteilen des späteren Stadtbezirkes Pankow (unvollständig)
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Zur Mahnung und in Erinnerung an den antijüdischen Pogrom vom 9. November 1938